Diese Woche ging erstaunlich schnell vorbei, muss wohl am aktuellen Klausur- und Projektstress liegen den ich habe
Ein weiterer Grund für den Webmasterfriday zu schreiben! Heutiges Thema:
“Du oder Sie? Verändern Blogs die Umgangsformen…”
Das “Du” in der Blogszene
Es hat sich einfach etabliert, dass in der Blogszene geDuzt wird. Durch die virtuelle Welt des Web ist man doch eher bereit die Formalität abzulegen und einfach persönlicher zu werden. Gerade für Blogger ist es doch so, dass sie ihre Beiträge für Mitmenschen schreiben und der Leser soll doch auch am Beitrag seinen Lesespass haben – der mal angenommen, deutlich gemindert wird, wenn ich geSiezt werde. Gleiches gilt für Soziale Netzwerke bzw. B2C Kommunikation. Da muss es irgendwann mal einen Guru gegeben haben, der gesagt hat: “Ab heute wird geDuzt!” Anzunehmen dass sich vom Cluetrain-Manifest bedient wurde. Kleine Anmerkung: Firmen-Pages auf Facebook duzen ihre Fans. Bei einer Studie, die wir gerade im Rahmen unserer Vorlesung Human Computer Interaction erstellen, hat sich dieser Sachverhalt bei den von uns untersuchten Firmen-Pages geäußert. Die Studie wird auch demnächst veröffentlicht!
Das “Sie” beim Erwachsenwerden
Hier ist das einfach was komplett anderes. Resultiert es doch meist von einer hierarischen Struktur die bei der Umsetzung das gute Benehmen, den Anstand und die gegenseitige Wertschätzung bzw. Respekt erkennen lässt. Ist es noch so, dass man während dem Erwachsenwerden geDuzt wird, zum Beispiel in der Schule, ändert es sich häufig dann in der Oberstufe zu einem Sie. Mag vielleicht unangenehm sein, aber es gehört zum persönlichkeitsbildenden Prozess dazu, auch solche Werte kennenzulernen. Höre mich höchst pädagogisch an
So verhalte ich mich
Ich verhalte mich da ganz so, wie ich es eben aus meinem Elternhaus mit auf dem Weg bekommen habe: “Erwachsene”, Vorgesetzte und mir unbekannte Personen werden geSiezt. Es ist auch immer davon abhängig in welchem Umfeld ich mich nun bewege, z.B. im Beruf. Niemals würde ich da auf die Idee kommen Vorgesetzte zu Duzen oder ihnen das Du anzubieten; einfach weil man hierarchisch gesehen nicht in der Position dazu ist. Wenn mich Bürokollegen kennenlernen ist es doch viel eher so, das einem das Du irgendwann angeboten wird. Das nehme ich dann gerne an! Wie schon gesagt, das Umfeld ist entscheidend. Personen in meinem Alter oder mit einer freundlichen Ausstrahlung werden geDuzt. Was ich gar nicht verstehen könnte, wäre ein mir auferzwungenes Duzen, wie es beispielweise in Großkonzernen üblich ist – klar hat man so immer alle auf Augenhöhe und versucht so eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen, aber meist herrschen dann dort viel größere Mängel als das “Du” ausgleichen könnte.


2 Kommentare
Schöne Artikel. Ich benutze praktisch immer das Du, manchmal vielleicht auch nicht immer so angebracht, aber meistens fahre ich damit ganz gut. (Meine Aussage bezog sich auf das Bloggen, aber auch auf das private und geschäftlich/berufliche Umfeld.
LG Nathanael
Das “Du” in Großkonzernen habe ich als sehr angenehm kennen gelernt. Und ein Pauschalurteil, dass damit andere Probleme kaschiert werden ist quatsch. In jedem Großkonzern gibt es Probleme. Ein Zusammenhang zum Sie oder Du ist in meinen Augen nur konstruiert….
Ansonsten steckt viel wahres in dem Beitrag