In meinem Artikel, 3 Affiliate Ideen für 2012, habe ich euch ein paar Ideen festgehalten ohne konkret auf die Maßnahmen der Umsetzung einzugehen. Deshalb hier der weiterführende Beitrag wie man ein Affiliate-Projekt konzipieren kann!

Dieser Beitrag sollte eigentlich noch weitaus umfassender werden, aber gerade im Hinblick auf das in Kürze startende Open Nischen Battle (ONB) finde ich es sinnvoll hier den ersten (fertiggestellen) Teil zu veröffentlichen und dann in Kürze einen zweiten Teil zu schreiben. Dieser Artikel soll die Grundlagen bilden und richtet sich explizit an Beginner auf diesem Gebiet, so mancher Tipp ist hier aber auch versteckt.
Da ich auch am ONB teilnehmen werde, habe ich die entsprechende Nischen-Domain vorgestern schon registriert und werde dann hier in mehreren Premium-Artikeln über meine Vorgehensweise berichten. Infos folgen…
1. Domain
Es sollte eine Keyword-Domain registriert werden! Meine Wahl der Reihenfolge der Domainendung ist folgende: .de, .eu, .info, .com, .net, .org. Da mag jeder seine Präferenzen haben, klar ist die deutsche Domainendung sollte immer an Position eins stehen.
Warum ist die TLD .eu auf Platz zwei bei mir?
Nun, .eu ist der europäische Joker! Damit kann man, wenn die jeweilige Domainendung seines Ursprunglandes schon vergeben ist, ebenso gut ranken.
Tipp: Mittels GoogleWebmasterTools als geografisches Ziel für jene .eu Domain das Zielland einstellen (nennt sich dort Geolokales Ziel). Zusätzlich erleichtert das Meta-Tag “content-language” das Indexieren und Einordnen für Google.
In der Reihenfolge folgt danach .info, weil es logisch ist, das eine Affiliate-Seite auch Information bietet. Gerüchte die besagen, das .info Domains nur schwer ranken, kann ich nicht bestätigen.
Beispiel: Mit unserer Website selber-machen.info sind wir bei einigen Keywords auf Position eins, noch vor der Rezepte-Koryphäe chefkoch! Touché
Die Klassiker .com, .net und .org belegen bei mir die hinteren Plätze – situativ ist es manchmal passender .com und .net zu tauschen. Persönlich halte ich von .org Domains im Affiliate-Bereich wenig, da oft kein Zusammenhang gegeben ist. Außer du hast wirklich eine Organisation. Ab und an könnt ihr auch mal einen Blick auf die Expired Domains werfen. Vorallem am Wochenende (Sonntags früh) stehen die Chancen gut, hier einige Perlen zu finden.
2. Keyword-Recherche
Dieser Schritt ergibt sich eigentlich parallel mit dem Vorherigem. Festzuhalten ist, wenn ihr Produkt-Affiliate seid, dann denkt wie euer potenzieller Kunde. So wird also häufig nach Longtails mit “Test”, “Vergleich” oder “Anbieter” gesucht. Häufig wird auch nach der Lösung für ein Problem gesucht! Natürlich ideal wenn ihr darauf die Antwort habt! Zusammengefasst: Macht die Keyword-Hausaufgaben und fokussiert euch auf wenige dafür passende Suchbegriffe. Übrigends, zu den Keywords gehören logischerweise immer die Produktnamen in Verbindung mit Longtails.
3. Webseite
Man braucht eigentlich kein CMS aufsetzen für eine Affiliate bzw. Nischen-Seite! Es gibt genügend kostenlose HTML5/CSS3-Templates die man einfach kopiert, richtig benennt und mit Inhalt befüllt. HTML5 Webseiten könnt ihr auch, bei gegebenen Kenntnissen, relativ bequem anpassen. Und HTML5 in Kombination mit semantischer Microdata wird zunehmend an Bedeutung gewinnen. Oder wusstet ihr schon das schema.org von Google, Bing, Yahoo und Yandex unterstützt wird. Da sollte gleich mal der Rankingfaktor 2012 Alarm angehen
Inhalte
Mein Bauplan ist folgender. Eine Affiliate-Seite hat eine Startseite sowie mindestens 3 Unterseiten. Die Unterseiten sind komplett werbefrei und auf jeder mindestens 300 Wörter Text. Dieser Text fokussiert dabei ein Keyword und ist sehr ansprechend geschrieben, dabei enthält dieser absolut mehrwertigen Nutzen für den Leser. Mehrwert erschafft man u.a. auch indem man typische Fehler und auch negative Punkte nennt – und natürlich wie man die Fehler behebt bzw. vorbeugt. Als Beispiel sei hier der Text für die Zubereitung von Pizzateig genannt.
Ansprechend geschrieben schließt ebenfalls ansprechend zu lesen ein, d.h. die Lesbarkeit ist durch sorgfältige Textauszeichnung zu unterstützen (Absätze, Überschriften, Zitate, Fettdruck und Kursiv), die Zeilenlänge ist optimal (max. 80 Zeichen) und als Schriftart wähle ich immer häufiger eine Serifen-Schrift für das Web. Einerseits, da wir von Printmedien das gewohnt sind, andererseits weil das Auge damit geführt wird und es die Lesbarkeit fördert.
- Schriftart: Relativ unkompliziert lässt sich Droid Sans über Google einbinden, oder man verwendet “Georgia”, da diese auf jedem Betriebssystem vorhanden ist. Bestimmte Affiliate-Themengebiete richten sich auch an eine ältere Zielgruppe und da ists meistens mit den Augen nicht mehr so, dass man 9 Pixel einfach verarbeitet. Da kann es nicht schaden die Schriftart ein paar Pixel größer im CSS zu definieren. Hierfür definiert man zuerst die Grundgröße (immer in der Maßeinheit em) und skaliert bei anderen Elementen hinauf bzw. hinab.
- Zeilenlänge: Für weitere Infos, oben nannte ich schon 80 Zeichen, möchte ich euch eine Seite mit Beispielen von meinem ehemaligen Usability-Professor nahelegen: Fallstudien über das Textlayout.
4. Vorbereitung zur Indexierung
Bevor ihr Inhalte auf eure Website stellt, solltet ihr sicherstellen das die Suchmaschinen-Crawler eure Site nicht frühzeitig indexieren. Meistens ist das nicht schlimm, aber ich möchte eine saubere Basis haben und erst danach manuell erlauben, dass jetzt der Zeitpunkt zur Indexierung gekommen ist. Dazu kann man in WordPress die Einstellung “Indizierung für Suchmaschinen verbieten” aktivieren, alternativ könnt ihr eine entsprechende robots.txt anlegen oder das Meta-Tag “noindex” verwenden.
Wenn ihr jetzt eh schon in den WordPress Einstellungen seid, könnt ihr gleich die sprechende Permalink-Struktur aktivieren:
![]()
Beispiel-URL = http://www.seo-selfmade.de/affiliate-projekte-konzipieren
Zum Thema Sitemap: Für kleine Webseiten braucht Google keine Sitemap mehr, aber weil ich SEO-Usability als Rankingfaktor für 2012 einordne und es noch andere Crawler gibt wird kurz eine erstellt. Entweder über ein entsprechendes WordPress-Plugin, von Hand oder über einen XML-Sitemap Generator (Google)
Wenn möglich sollte euer Theme den WordPress-Datumsstempel für den Artikel oder eine Single-Page mittels Javascript ausgeben lassen. Im Theme ist das aber zu 99% der Fälle mit PHP umgesetzt, was dazu führt, dass ihr später in den Suchergebnissen ein Datum vor eurem Snippet habt und somit fehlen der Description wertvolle Zeichen.

Nachlesen könnt ihr auf SEO-Trainee wie das genau zustande kommt und dort findet sich auch eine Lösung.
Freue mich über eure Kommentare, Tweets, Google +1, Likes und v.a. die Sternchen-Bewertung! Im nächsten Teil werde ich dann Schwerpunkte auf die Onpage/Onsite Optimierung legen und wieder ein paar kleine Insider-Tipps verraten.
P.S: Video zum GIF von oben

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